Gruppe Grabow

Die Selbsthilfegruppe aus Grabow stellt sich vor

Die „dienstälteste“ Gruppe des DVMB-Landesverbands gibt es bereits seit über 35 Jahren. Lange vor Gründung eines Verbands begannen Betroffene in Grabow und Umgebung, mit Unterstützung einer Physiotherapie, eine regelmäßige Selbsthilfearbeit aufzubauen. Die Angebote der Gruppe, so die ersten offenen Informationsveranstaltungen, zogen Betroffene aus dem ganzen Land an.

Bewegung, Begegnung, Beratung  –  diese drei „B“ hat sich die Selbsthilfegruppe Morbus Bechterew aus Grabow auf die Fahne geschrieben. Einmal in der Woche treffen sich die Frauen und Männer, um unter der fachlichen Anleitung von Physiotherapeutin Anke Lüth den Körper in Schwung zu halten und den Auswirkungen der Wirbelsäulenerkrankung Morbus Bechterew entgegenzuwirken.

Die Grabower haben noch ein anderes Rezept für die Gesundheit: Spaß! Denn auch Lachen hält fit und fördert die Motivation, da sind sich die Sportler im Alter zwischen 50 und 82 Jahren einig.

Angebote

Funktionstraining Trockengymnastik: 

Jeden Montag 18.00-19.30 Uhr
Ort: Sporthalle Hufenweg, 19300 Grabow

Weitere Angebote:

Gruppentreffen, Wanderungen, Ausflüge, Vorträge, Informationsabende

Kontakt

Wolfgang Genz

Gruppensprecher

038751 20363

wolfgang.genz(at)dvmb-mv.de

Klaus Niemann

Kassenwart

038756 22585

klaus.niemann(at)dvmb-mv.de

Aktuelles

35 Jahre DVMB Selbsthilfegruppe Grabow

Wie doch die Zeit vergeht, und wer hätte es gedacht, dass unsere DVMB-Selbsthilfegruppe Grabow am 12.September 2025 ein besonderes Ereignis feierte - ihr 35- jähriges Jubiläum.

Rückblick: Wie kam es vor 35 Jahren zur Gründung dieser Gruppe in dem beschaulichen Städtchen Grabow?

Die Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises nahmen stets zu. Das bedeutet Schmerzen, unbewegliche Gelenke, Fehlhaltungen, Einschränkungen und Qualitätsverlust bis zum Rückzug im Alltag. Dem muss rechtzeitig entgegengewirkt werden. Sport in der Gruppe ist da ein probates Mittel und die beste Medizin. Ziel ist es, die Krankheit zu verlangsamen, Symptome zu lindern und die Beweglichkeit möglichst lange zu erhalten.

So kam es dann auch im September 1990 zum Funktionssport. Rudi Dittrich nahm die Geschicke der neu gegründeten Morbus-Bechterew-Gruppe Grabow als Gruppensprecher in die Hand und erhielt beste Unterstützung von der Kassenwartin Margot Stiegert. Sie setzte sich mit ganzer Kraft und Freude nicht nur für die finanziellen Belange der Gruppe ein.

Krankheitsbedingt musste Rudi Dittrich 2015 schweren Herzens seine Funktion als Gruppensprecher aufgeben. Ein Dankeschön für sein Engagement, seine guten Ideen und Errungenschaften, ebenso an seine damaligen unterstützenden Wegbegleiter, insbesondere an seine ihn immer stark unterstützende Ehefrau Inge.

Die Grabower Physiotherapeutin Anke Lüth gehört nun schon seit fast 30 Jahren zum festen Bestandteil unserer Funktionssportgruppe. Sie verfügt über die erforderlichen sportlichen und fachlichen Präferenzen und leitet uns einmal pro Woche mit gerade erst wieder aktualisiertem Zertifikat für an Morbus Bechterew Erkrankte an.

Nachdem Anfang 2016 Wolfgang Genz bereit war, als unser neuer Gruppensprecher zu fungieren, wurde Anke seine Stellvertreterin und Klaus Niemann führt das Amt als Kassenwart in Nachfolge von Margot Stiegert gewissenhaft fort. Ein herzliches Danke an euch, denn eure Aufgaben und eure Arbeit sind für unsere Gruppe unverzichtbar.

Die Freude und der Wille am gemeinsamen Üben und das gegenseitige Verständnis füreinander zeichnen unsere Morbus-Bechterew-Gruppe ganz besonders aus.

35 Jahre sind eine lange Zeit, in der sich unsere dynamische Gruppe stets weiterentwickelt hat. Wir sind immer erfreut und bereit, wenn neue Patientinnen und Patienten den Weg zu uns finden. 

Die Gemeinsamkeit verbindet uns und so können die jüngeren aus dem Erfahrungsschatz unserer älteren Sportfreunde profitieren. Die aktive Bewegung spielt eine immer größere Rolle in unserer Gesellschaft. Also sind wir auf dem richtigen Weg!

Aber nicht nur die wöchentlichen Sportstunden zeichnen unsere Selbsthilfegruppe aus, sondern eine Vielzahl von Veranstaltungen im Verlauf eines jeden Jahres, wie Besuche von besonderen kulturellen und sehenswerten Stätten und Orten, per Schiff, mit nostalgischem Bus oder auf der Kegelbahn, im Kino, beim Bogenschießen oder den interessanten und lehrreichen Wochenendseminaren des Landesverbandes. Erwähnenswert ist auch, dass besondere Geburtstage und Jubiläen gewürdigt werden. Hier geht es um jeden einzelnen Menschen, denn der ist uns wichtig. Das ist auch eine unserer stärksten Besonderheiten der Gruppe.

Nun aber zu unserem Jubiläum. Bereits vor der Sommerpause schwebte ein geheimnisvoller Schleier durch die Turnhalle. Dann war es endlich soweit.

Die Festveranstaltung fand zuhause bei unserer Sportfreundin Regina in Wöbbelin, in einem liebevoll geschmückten Festzelt, statt. 

Nach einer herzlichen Begrüßung durch Regina und ihrem privaten Helferteam nahmen wir an der mit Blumen dekorierten Kaffeetafel Platz.

Ein Überraschungsgast, Alexander Müller, neuer Landesvorsitzender der DVMB Mecklenburg-Vorpommern, überbrachte persönlich die allerbesten Glückwünsche und Präsente des Landesverbandes der DVMB anlässlich des Jubiläums unserer Morbus-Bechterew-Gruppe.

Auch unser Gruppensprecher, Wolfgang Genz, hielt eine facettenreiche Festrede und ließ die lange Zeit von 35 Jahren Revue passieren.

Dann wurde eine Bäckertorte mit dem Logo "35 DVMB" hereingetragen und die Kaffeetafel eröffnet. Es fanden viele interessante Gespräche und ein reger Austausch zwischen uns allen statt und es wurden fast vergessene Begebenheiten wiederentdeckt.

Nach traditioneller mecklenburger Art fand unser Fest mit Kartoffelsalat und Würstchen einen würdevollen Ausklang. Ein herzliches Dankeschön an alle Initiatoren der Bechterew-Gruppe und Regina mit ihrer Familie für die unermüdliche Versorgung mit Speisen und Getränken.

 

Bleibt gesund und folgt dem Motto: "Kleine Schritte sind besser als keine Schritte."

 

Annegret Ballerscheff

"Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erleben"

Aussage des Dichters Matthias Claudius

So sollte es auch kommen.

 Bei bestem Wetter, am Samstag, 11. Mai 2024 unternahm unsere Morbus-Bechterew-Sportgruppe Grabow eine Überraschungsfahrt ins Blaue. Die Spannung stieg, wo geht die Reise wohl hin? Am Treffpunkt des Parkplatzes in Grabow fuhr ein nostalgisch aussehender Kleinbus der Fahrschule Bollow aus Warlow vor. Das war Nostalgie und Romantik pur, denn das Fabrikat ROBUR wurde nur von 1961 bis 1973 hergestellt. Die aktuelle Reisegeschwindigkeit war daher auf 60 km/h begrenzt, was Herr Bollow uns erklärte. Das wiederum passt gut zum aktuellen Thema des entschleunigten Reisens. Wir fuhren also gemütlich bis Dannenberg. Dort stärkten wir uns mit einem kleinen Imbiss. Dann wurde das Geheimnis gelüftet. Unsere Fahrt ging parallel zu Elbe und Deich weiter, bis nach Sammatz zum Michaelshof. Unser Ziel, ein mehrere Hektar großes Gelände mit seiner Artenvielfalt, mit speziell angeknüpften Lebens-und Arbeitsmodellen und einer faszinierender Schönheit lag vor uns und wollte erobert und erkundet werden. Begeisternd gingen wir auf Entdeckung. In den Freiluftställen leben Schafe, Ziegen, Pferde, Esel und besonders alte Tierrassen, die es zu erhalten und zu vermehren gilt. Das sind das Angler-Sattelschwein und das Rotrind. Aber auch  Biogemüse, Biokräuter und Blumen werden angebaut und können im Hofladen gekauft werden, ebenso aus eigener Vermarktung Käsesorten, Joghurt, gebackenes Brot aus dem Steinofen und vieles mehr. 

Bei einer Hofführung erläuterte uns Anna, wie spannend und erfüllend das Leben in unterschiedlichen Umgebungen und Ansichten über Arbeit, Glück und Zufriedenheit auf dem Michaelshof funktioniert. Der Fokus liegt klar geregelt auf Ziele und Bedürfnisse der Gemeinschaft. Währenddessen  spazierten wir auf dem Rundweg mit den sieben verschiedenen Themengärten bis zum idyllisch angelegten Waldsee und lauschten den interessanten Ausführungen. Anschließend saßen wir in gemütlicher Kaffeerunde und ließen uns die hauseigenen Torten schmecken und tauschten unsere neu gewonnenen Eindrücke aus. 

Dann traten wir glücklich und zufrieden den Heimweg an. Unsere letzte Rast war wieder eine Überraschung. Es war die Besichtigung der alten Dömitzer Eisenbahnbrücke, die inzwischen ein Industriedenkmal ist. Das imposante Bauwerk wurde von 1870 bis 1873 erbaut und im April 1945 zerstört. Über die Länge von vier Brückenbögen wurde im August 2023 ein Skywalk feierlich eröffnet. Nun kann man aus luftiger Höhe die einzigartige Elblandschaft bestaunen, oder auf kleinen Schautafeln Wissenswertes über die Geschichte der Eisenbahnbrücke erfahren.

 Mit einer Fragerunde und Wissenstest aus der Fahrschule und unserem schwungvollen Mecklenburglied ging eine interessante und lehrreiche Fahrt ins Blaue zu Ende. Wir werden noch lange davon erzählen.

Matthias Claudius hatte recht, wir haben viel erlebt.

 

Text Annegret Ballerscheff

Lachen ist gesund - Selbsthilfegruppe aus Grabow hat Spaß am Sport

Das sind wir, Sportfreundinnen und Sportfreunde der DVMB-Selbsthilfegruppe Grabow.

Bei uns wird aktiv einmal wöchentlich unter fachlicher Anleitung Funktionstraining ausgeübt.
Bereits im Januar wurde eine Arbeitssitzung für alle Mitglieder anberaumt, in der das vergangene Jahr ausgewertet wurde. Gleichzeitig konnten wir Ziele, Anregungen und Vorhaben für das Jahr 2024 besprechen und diskutieren. Nun steht der neue Jahresplan fest und wir alle sind stets gut informiert.
Der Februar ist bekanntlich ein Faschingsmonat und für unsere Gruppe stand Faschingssport auf dem Plan. Egal, ob im Kostüm oder mit Kopfschmuck, es wurde sich bewegt. Denn Bewegung ist unser aller Lebenselixier. Aristoteles, ein griechischer Philosoph der Antike, hat folgende noch heute bedeutsame Worte gesagt:

"Alles Leben ist Bewegung und Bewegung ist Leben"

Also ging es schwungvoll weiter. Musikalische Klänge begleiteten uns und hinterließen Fröhlichkeit in unseren Gesichtern. Eine Polonaise durch die große Turnhalle spiegelte unsere Begeisterung und auch den Zusammenhalt unserer Morbus- Bechterew- Gruppe wider.
Den Abschluss unseres Faschingssportes bildete ein von uns selbst zubereitetes, abwechslungsreiches sowie kulinarisches und auch gesundes Buffet.
Zufrieden und in positiver Stimmung traten wir unseren Heimweg an und freuen uns schon auf die nächste Stunde des Funktionssportes.

Annegret Ballerscheff