Gruppe Neubrandenburg
Die Gruppe Neubrandenburg stellt sich vor.
Die Gruppe Neubrandenburg ist eine derer im Lande, die aufgrund einer Vortragsreise von „Missionaren“ in Sachen Bechterew-Selbsthilfe im August 2003 durch Mecklenburg-Vorpommern zogen, gegründet wurden. An der Informationsveranstaltung des DVMB-Bundesverbands in der SH-Kontaktstelle, die gut in der Presse angekündigt war, nahmen um die 50 Betroffene teil. Sieben entschlossen sich damals spontan, eine Betroffenengruppe mit Therapie zu bilden.
Dank der Tatkraft von Liselotte Bartels begann bereits einen Monat später die regelmäßige Bechterewgymnastik auf der Grundlage von Heilmittelverordnungen im Bewegungsbad des Klinikums Neubrandenburg. Im Juni 2005, als Krankenkassen einigen Betroffenen eine Therapie auf Heilmittelbasis nicht mehr genehmigten, begann die Gruppe als erste in MV mit Funktionstraining.
Bis zum Beginn der Corona Pandemie wurde die Therapie überaus effektiv als kombinierte Trockengymnastik und Gymnastik im Warmwasserbad im Klinikum Neubrandenburg durchgeführt, auf Grund der großen Nachfrage in drei Therapiegruppen. Mittlerweile haben wir in die Tollense Physio und in die Wasserpraxis gewechselt. Es gibt je zwei Gruppen für Trockengymnastik und Wassergymnastik.
Getreu dem Motto der für Bechterewler so wichtigen 3 B´s: Bewegung, Beratung, Begegnung gibt es von Beginn an ein vielfältiges Gruppenleben.
Neben der jährlichen Mitgliederversammlung in der SH-Kontaktstelle Neubrandenburg / DRK, Robert-Blum-Straße 34, 17033 Neubrandenburg werden im Rahmen der „Kurzen Nacht des Morbus Bechterew“ im Juni und des „Welt-Rheuma-Tages“ im Oktober Aktionen und Infoveranstaltungen zu speziellen Themen, die Bechterewler bewegen, angeboten.
Vor jeder wöchentlichen Gruppengymnastik treffen sich die Mitglieder zu persönlichen Gesprächen und individueller Beratung.
Sportliche und kulturelle Aktivitäten, wie Wanderungen, Radtouren, Bowlingabende, Theaterbesuche, Mehrtagesfahrten und ein vorweihnachtlicher Jahresausklang machen das Gruppenleben interessant.
Morbus Bechterew-Gruppengymnastik in der Tollense-Physio im Lindetal-Center
Unsere wöchentliche Trockengymnastik findet in der Tollense Physio im Lindetal-Center statt. (Eingang gegenüber Kaufland, mit dem Lift in das 1. OG). Die Termine sind:
dienstags um 16 Uhr (Gr. 1) und donnerstags um 17 Uhr (Gr. 2).
Die Trockengymnastik dauert 45 Minuten und findet im großen Gymnastikraum der Physiotherapie statt, so dass wir räumlich gut unterkommen.
Morbus Bechterew-Wassergymnastik in der Wasserpraxis Sven Teichert
Ab Februar 2025 können wir wieder Wassergymnastik als Funktionstraining machen. Dank einer Einmietung in der Wasserpraxis Sven Teichert, Ihlenfelder Straße 89. Die Wassergymnastik läuft in zwei Gruppen - eine um 12:00, die andere um 12:30 Uhr, jeweils mit pünktlichem Start im Wasser - also 15 Minuten vorher da sein.
Der Aqua-Joggingkurs auf Selbstzahlerbasis, montags 12 Uhr in der Schwimmhalle, läuft übrigens ebenso weiter.
Nicht vergessen wollen wir unsere Geburtstagsjubilare der Monate August und September.
Den Jubilaren auf diesem Wege einen herzlichen Glückwunsch, Gesundheit und recht viel Lebensfreude im neuen Lebensjahr!
| Gunhild | 12.08. | |
| Ingo | Gr. 1 | 20.08. |
| Renate | Gr. 2 | 23.08. |
| Irmgard | 13.09. | |
| Matthias | Gr. 2 | 15.09. |
| Yvonne | Gr. 2 | 20.09. |
| Margitta | Gr. 1 | 23.09. |
Kontakt
Heike Bergmann
Rechnungsprüferin
Termine
Arbeitsplan 2026
| Datum | Ort | Veranstaltung / Ereignis | Zuständig |
| 27.01. 17:30 | Neubrandenburg | Gruppenversammlung | Ingo |
| 10.03. 17:30 | Neubrandenburg | Gruppentreffen zum Internationalen Frauentag | Ingo |
| 17.04. 19:30 | Ichlim | Mitgliederversammlung | LV |
| 17.04. - 19.04. | Ichlim | Frühjahrsseminar - Arztvortrag, Wandern, Begegnung, Tanz | LV |
| 02.05. | bundesweit | Internationaler Morbus-Bechterew-Tag | BV |
| 09.05. 10:30 | Basedow | Wanderung “Start in den Lenz” anlässlich des WBT | Ingo / Birgit |
| 19.06. 16:00 | Neubrandenburg | Aktion “Kurze Nacht des Morbus Bechterew” - Zeitungsbeitrag, Gymnastik im Kulturpark, Gruppenpicknick | Ingo / Sibylle / Anita |
| 20.06. 19:30 | Neubrandenburg | Sommertheater im Schauspielhaus - “Glorious” | Sibylle / Ingo |
| Juli - September | Burg Stargard | Radtour nach Wanzka | Ingo / Anita |
| Juli - September | Seewalde | Bogenschießen | Ingo / Reiner |
| 03. - 06.09. | Spreewald | Gruppenfahrt | Sibylle |
| 12. - 18.10. | landesweit | Morbus-Bechterew-Tage in MV | |
| 12.10. | Neubrandenburg | Öffentlichkeitsarbeit zum Welt- Rheuma-Tag | Ingo / Sibylle |
| Oktober | Friedland oder Neubrandenburg | Bowling | Reiner / Kerstin |
| 16. - 18.10. | Alt Schwerin | Schulung Gruppensprecher | LV |
| 13. - 15.11. | Stralsund | Seminar für Frauen mit Morbus Bechterew | LV |
| 04.12. | Neubrandenburg | Vorweihnachtlicher Treff mit eigenem Buffet und Wichteln | Sibylle / Ingo |
| Dezember | Neubrandenburg | Benefizkonzert der Selbsthilfe - Heeresmusikkorps | Sibylle / Ingo |
Aktuelles
Gymnastik und Gruppenpicknik zur Kurzen Nacht des Morbus Bechterew
19.06.2026
Die Sommersonnenwende war Anlass für eine Gruppenaktion im Kulturpark - gemeinsam mit der Gruppe Neubrandenburg der Rheuma-Liga und unterstützt von Sabine Krause vom Selbsthilfeverband Osteoporose. Das Wetter spielte gut mit. Die Vorankündigung lief erfolgreich in der Regionalausgabe des "Blitz" mit Inserat auf der Titelseite und einem Beitrag im Innenteil sowie im "Nordkurier" mit einem umfänglichen Interview mit Vertretern unserer Gruppe und einer Vorankündigung.
Im Kulturpark, Nähe Oberbachbrücke, wurde Open-Air eine musikalische Trockengymnastik durchgeführt. Unser Therapeut Marion Loewenau von der Tollense-Physio gab uns hierfür die erforderliche Anleitung und wir waren gut bei der Sache.
Kerstin Rosenstädt von der Rheuma-Liga leitete danach die Qigong-Gruppe und uns zu einer großen Runde Qigong an. Sie war für Petra Schmelzer, die wegen eines Unfalls leider nur im Rollstuhl Beistand leisten konnte, eingesprungen und machte ihre Sache sehr gut. Wir waren mit viel Freude, aber auch der erforderlichen Ruhe und Entspannung dabei.
Im Anschluss haben wir an einem reichgedeckten Tisch an der Generationenbank das gemeinsame Gruppenpicknick abgehalten und hatten einen guten Austausch miteinander. Es wurde neue Pläne geschmiedet. Aber auch die Vorfreude auf einen weiteren Gruppenhöhepunkt am nächsten Tag - der gemeinsame Besuch der Sommervorstellung "Glorious" im Schauspielhaus - spielte mit. Den beteiligten Akteuren und Allen, welche zum gemeinsamen Picknick beigetragen haben, gebührt ein herzliches Dankeschön.
Ingo Bachmann
Gruppensprecher
Traditionelle Frühjahrswanderung zum Welt-Morbus-Bechterew-Tag
Rund um das Gutsdorf Basedow
Auf Initiative unseres Mitglieds Birgit Hass führte uns die diesjährige Gruppenwanderung in die Gegend vom Malchiner See, südlich der Hügelkette der Mecklenburgischen Schweiz. Basedow ist historisch bemerkenswert.
Von 1337 bis 1945, das heißt über 712 Jahre, beherbergte der Dorf das Hauptgut und den Stammsitz der Grafen von Hahn. Und davon ist der Ort vollständig geprägt. Wahrscheinlich nirgends sonst in Mecklenburg-Vorpommern ist die Struktur eines Gutsdorfes mit Schloss, Park und Marstall, Schmiede, alter Dorfkirche und allem weiteren "Drum und Dran" so gut erhalten wie hier und lässt die frühere Lebensweise der reichen adligen Familien und der Masse der landarmen Bevölkerung in unserem Land erahnen.
Unsere Wanderung startete am alten Schafstall und zog sich entlang der Patronatskirche des Ortes nach Nodwesten über den sog. Panoramaweg. Von hier aus lassen sich, wie der Name schon sagt, Dorf und Gegend wunderbar überblicken und laden zum Gruppenfoto ein.
Es schloss sich die Wanderung durch den rund 200 ha großen, von Peter Joseph Lenné in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegten Park in der Niederung an.
Weiter ging es im großen Bogen mit schönen Aussichten zurück zum Dorf.
Am Ende der Wanderung beeindruckte der riesige, äußerlich gut sanierte Marstall, ein Zeichen, dass hier auch eine bedeutende Pferdezucht angesiedelt war. Wie wir erfuhren, haben die von Hahns gerade aus der Zucht von edlen Rennpferden großen Gewinn gezogen und waren dafür in Europa bekannt.
Im Schafstall wartete dann ein Imbiss auf uns, um uns nach den 6 km über die hügelige Landschaft für die "Schlosstour" mit einer individuellen Führung zu stärken. Der riesige Schlosskomplex, im 16. Jahrhundert auf den Resten einer Vorgängerburg aus dem 13. Jahrhundert errichtet und immer wieder erweitert und bis in das ausgehende 19. Jahrhundert modernisiert, ist sehr beeindruckend. Es zeugt von der wirtschaftlichen Stärke der Schlossherren mit ihren weit verteilten landwirtschaftlichen Gütern in Mecklenburg-Vorpommern. Heute gehört es Schweizer Investoren, die sich mühen, das Schloss zumindest in Teilbereichen zu sanieren und zu erhalten. Man kann sich jedoch vorstellen, dass es schwierig ist, eine dauerhafte Nutzung mit wirtschaftlichem Erfolg für das große Areal zu etablieren.
Ein Abstecher in die Kirche mit ältesten Teilen aus dem 13. Jahrhundert, die unter dem Patronat der Familie von Hahn stand, zeigt, dass auch in der Innenausstattung diese Familie über die Jahrhunderte überall präsent war und ist. Beeindruckend ist hier vor allem die reich verzierte Orgel mit ihren über 1.000 Pfeifen, die sich rühmt zu den ältesten erhaltenen in unserem Land zu zählen.
Ein gemeinsames Kaffeetrinken im "Cafe am Schloss" gab zum Abschluss Gelegenheit für Erholung und Stärkung sowie zum Austausch über die vielen an diesem Tag gewonnenen Eindrücke. Ein großes Dankeschön geht an Birgit Hass für die gute Organisation dieses erlebnisreichen Wandertages.
Ingo Bachmann
Gruppensprecher
Fotos Reiner Senst
ARTHRITIS, BECHTEREW, FIBROMYALGIE & CO
Aktion am 09.10.2025 zum Welt-Rheumatag
Nach der Veranstaltung wissen viele über die im Titel genannten Begriffe für Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises deutlich mehr. Vor allem aber, was die Medizin und Betroffene selber tun können, um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.
Auf Initiative von Dr. med. Michaela Berndt, Rheumatologin und Oberärztin am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum, und vier Selbsthilfegruppen von DRL, DVMB, BfO und FLD, welche für verschiedene Rheuma-Erkrankungen stehen, fand eine Vortragsveranstaltung anlässlich des Welt-Rheuma-Tages 2025 statt. Es konnten 180 Besucher begrüßt werden.
Die Veranstaltung gliederte sich in zwei Themenblöcke. Zunächst standen die medizinischen Aspekte im Mittelpunkt.
Frau Dr. med. Michaela Berndt, Rheumatologin und Oberärztin am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum, referierte über „Aktuelles zur Situation der Rheumatologie“ und über „Strategien und neue Therapien bei rheumatischen Erkrankungen, kardiovaskuläres Risiko, Infektionen bei Rheuma - ein Potpourri“.
Frau Dagmara Piotrowska, Fachärztin für Innere Medizin und Rheumatologie am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum, sprach zum Thema „Der Alltag mit Fatigue-Syndrom“.
Über die Möglichkeiten von Yoga als Therapie informierte Simone Berndt, Sporttherapeutin und Yogalehrerin vom Gesundheitszentrum Michaela Träger, und brachte das Publikum mit Übungen in Bewegung.
Im 2. Teil ging es darum, was Betroffene selber aktiv tun können. Wichtig sind Beratung und Austausch in der Selbsthilfe. Hierzu stellten die vier Gruppen ihre Angebote näher vor.
Sabine Krause
Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V. (BfO), Landesverband M-V
Petra Schmelzer
Deutsche Rheuma-Liga (DRL) Mecklenburg-Vorpommern e.V., AG Neubrandenburg
Annemarie Fuhlmann
Fibromyalgie Liga Deutschland e.V. (FLD), Gruppe Neubrandenburg
Ingo Bachmann
Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew(DVMB), LV M-V, Gruppe Neubrandenburg
Und da Bewegung bei rheumatischen Erkrankungen elementar wichtig ist, kam ein weiterer Therapeut zu Wort, demonstrierte Übungen und animierte das Publikum im Saal in weiteres Mal zum Mitmachen.
„Bewegungstherapie in der Praxis“ stellte Mario Loewenau von der Tollense Physio vor.
Im Vortrag „Prävention und Therapie – welchen Beitrag kann die Ernährung leisten?“ informierte Sabine Ohlrich-Hahn, Diätassistentin von der Hochschule Neubrandenburg, über Aspekte einer bewussten Ernährung.
Dank an die Referenten und Unterstützer…
Dank für Sponsoring und Spenden:
Dank an Krankenkassen für eine Förderung:
ARGE Selbsthilfeförderung Mecklenburg-Vorpommern